EU-Verbot von Einheimischenmodellen
JU München Land will gegen EU-Verbot von Einheimischenmodellen kämpfen
Die Junge Union im Landkreis München macht sich stark gegen das Verbot von Einheimischenmodellen durch die Europäische Union. Mit Hilfe sogenannter Einheimischenmodelle werden kommunale Grundstücke und Wohnungen vergünstigt an Ortsansässige verkauft bzw. vermietet. Nach Ansicht der EU handelt es sich dabei um einen Verstoß gegen die Freizügigkeit, die Niederlassungsfreiheit und den freien Kapitalverkehr innerhalb der Union. Sie hat deswegen ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet.Dagegen will sich die JU nun „mit allen Mitteln zur Wehr setzen“, erklärt Kreisvorsitzender Maximilian Böltl: „Nur mit Einheimischenmodellen können wir gewährleisten, dass sich junge Einheimische und Familien die Grundstücke oder Wohnungen in unserer Region überhaupt leisten können und am Ort bleiben. Das ist unerlässlich, um trotz steigender Grundstückspreise eine ausgewogene Bevölkerungsstruktur zu erhalten.“
Die EU würde durch ein Verbot bewirken, dass viele Einheimische, die sich die regionalen Grundstückspreise am Markt nicht leisten können, zum Wegzug gezwungen seien, was letztlich auch zum Verlust von Identität und Kultur führen könne. Außerdem dürfe die EU das Selbstverwaltungsrecht der Kommunen nicht ständig antasten und solle sich stattdessen um die „echten, grenzüberschreitenden Probleme der Menschen kümmern.“, meint Böltl.
Die JU will nun in Gesprächen mit Europaabgeordneten für Ihre Forderung werben und notfalls sogar „einen Protestmarsch nach Brüssel organisieren“, so der JU-Kreisvorsitzende.

