Junge Union: Dialekt unverzichtbar

Die Junge Union München Land kritisiert die Absicht der Ludwig-Maximilians-Universität München, die Dialektologie aus dem Lehrangebot zu streichen und fordert von Wissenschaftsminister Heubisch und LMU-Präsident Huber, die Finanzierung des Dialekt-Seminars sicherzustellen.


Bisher gab es an der LMU ein Proseminar zu den deutschen Dialekten. Weil das aber nun „wegen notorisch knapper Mittel“ gestrichen werden sollte, musste der Förderverein Bairische Sprache und Dialekte einspringen, also die 560 Euro übernehmen und das Seminar extern finanzieren – für den JU-Kreisvorsitzenden Maximilian Böltl ein Unding:

„Die Weigerung einer bayerischen Eliteuniversität, etwas mehr als 500 Euro pro Semester für die Dialektkunde aufzubringen, ist beschämend!“ sagte Böltl. Der bayerische Dialekt sei schließlich kein vernachlässigbares Relikt aus früheren Zeiten, sondern unverzichtbarer Teil der bayerischen Kultur und enorm wichtig für das Heimatbewusstsein. Als Bestandteil der bayerischen Identität drohe der Dialekt ohnehin immer mehr verdrängt zu werden.

"Wir fordern von der LMU klipp und klar, die Finanzierung der Dialektologie dauerhaft sicherzustellen,“ so Maximilian Böltl.